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Software-Defined Manufacturing

Software ist die Sprache von Industrie 4.0. Der Stuttgarter Maschinenbau erforscht in mehreren interdisziplinären Verbundprojekten, wie Software die Produktion von morgen revolutionieren kann.

Hohe Produktvariabilität und kurze Produktionszyklen stellen hohe Anforderungen an die Wandlungsfähigkeit der Produktionssysteme. Üblicherweise sind sie hardwareseitig variabel, so dass sie bei sich ändernden Anforderungen umgebaut werden können. Das zieht allerdings aufwendige Änderungen an der Software nach sich, die oft sogar komplett neu programmiert werden muss.

Durch den erhöhten Digitalisierungsbedarf im Zuge von Industrie 4.0 wird die schnelle Entwicklung und Anpassung der Software für produzierende Unternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. So wie in anderen Bereichen der Digitalisierung Plattformen und Abstraktionsschichten entstanden sind, die das Einspielen neuer Funktionen unabhängig von der Hardware ermöglichen, ist auch in der Produktion eine konsequente Entkopplung von Hard- und Software erforderlich. Das genau ist die Vision, die der Stuttgarter Maschinenbau mit dem Forschungsschwerpunkt Software-Defined Manufacturing (SDM) verfolgt.

Grafik zu Software-Defined Engineering

Hardwaremodule des Produktionssystems werden in Zukunft nicht mehr manuell programmiert und statisch konfiguriert. Wie sie funktionieren, definiert die Software auf einer höheren Abstraktionsebene. Auf dieser abstrakten Funktionsschicht können dann Applikationen für verschiedene Anwendungsfälle maschinenunabhängig programmiert werden. Das hat den Vorteil, dass mehrere Maschinen über eine generische Software-Schnittstelle angesprochen werden können. Vor allem aber können Hardware und Software einfacher ausgetauscht, aktualisiert und angepasst werden.

Kurz notiert

Software-Defined Manufacturing (SDM) ist eine Vision für die Zukunft der Produktion, die
darauf abzielt, universelle Maschinen- und Anlagenkomponenten durch Software flexibel zu verschalten. Ziel ist es, die Produktionssysteme dadurch wandlungsfähiger zu machen. Umgesetzt wird die Vision u.a. in einem großen Konsortium mit Industriebeteiligung im Rahmen eines vom BMWi geförderten interdisziplinären Verbundprojekts unter Federführung des Stuttgarter Maschinenbaus.

Ansprechpersonen

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Alexander Verl

Prof. Dr.-Ing.

Institutsleitung, Professur Steuerungstechnik und Mechatronik für Produktionssysteme

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Andreas Wortmann

Jun.-Prof. Dr. rer. nat. habil.

Juniorprofessor „Modellbasierte Entwicklung in der Produktionsautomatisierung“

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